Navigation-Keywords

Navigation-Keywords sind Suchanfragen, die Nutzer in eine Suchmaschine eingeben, wenn sie bereits genau wissen, wohin sie gelangen möchten.

Anstatt nach Informationen zu suchen oder verschiedene Optionen zu vergleichen, sucht der Nutzer nach einer bestimmten Website, Marke, einem Service, einer Seite oder einem konkreten Produkt. Das können Suchanfragen wie Facebook login, YouTube Studio oder KeywordStat pricing sein. Solche Suchanfragen gehören zur navigationalen Suchintention.

Du könntest denken, dass solche Suchanfragen weniger wertvoll sind als informationelle, kommerzielle oder transaktionale Suchanfragen, weil der Nutzer bereits weiß, wonach er sucht. Deshalb stellt sich manchmal die Frage: Was ist daran SEO-technisch überhaupt schwierig und welche zusätzliche Rolle spielen diese Suchanfragen?

In der Praxis sieht die Situation jedoch anders aus – besonders in umkämpften Nischen. Jemand kann dir deinen Branded Traffic einfach wegnehmen, und das wird dir wahrscheinlich nicht gefallen.

Navigation-Traffic ist sehr häufig einer der wichtigsten Indikatoren für die Stärke einer Marke. Wenn Menschen bereits gezielt nach einem Unternehmen suchen, bedeutet das, dass sie die Marke kennen und bewusst ihre Website besuchen möchten.

Außerdem ist dieser Traffic deutlich weniger von Google-Algorithmus-Updates abhängig, weil der Nutzer bereits nach einer bestimmten Marke sucht und nicht nach einer Antwort auf eine Frage.

Solche Suchanfragen können die SEO-Analyse verfälschen, weil Branded Traffic den Rückgang des Non-Brand-Organic-Traffics verdeckt. Dadurch kann das Gesamtbild besser aussehen, als es tatsächlich ist.

Was sind Navigation-Keywords?

Navigation-Keywords sind Suchanfragen, die ein Nutzer eingibt, um zu einer bestimmten Website oder Markenseite zu gelangen. Google wird dabei praktisch nicht als Suchmaschine, sondern als Navigationswerkzeug verwendet.

Beispiele:

  • KeywordStat Pricing
  • Gmail login
  • YouTube Studio
  • Canva pricing
  • Spotify Premium
  • Facebook login

In all diesen Fällen kennt der Nutzer sein genaues Ziel bereits und muss das Thema weder recherchieren noch verschiedene Optionen vergleichen. Er möchte lediglich die gewünschte Seite aufrufen.

 

Weitere Arten von Navigation-Keywords

Nicht alle Navigation-Keywords sehen gleich aus. Je nach Ziel des Nutzers lassen sie sich grob in mehrere Gruppen einteilen.

Pure Branded Query

Dabei sucht der Nutzer nach einer Marke oder einem Unternehmen.

  • Ahrefs
  • Keywordstat
  • Notion
  • HubSpot
  • SEMrush

Solche Suchanfragen dienen dazu, die Startseite aufzurufen, und besitzen in der Regel ein hohes Suchvolumen.

Brand Plus Action

Wenn der Nutzer innerhalb eines Dienstes eine bestimmte Aktion ausführen möchte, sucht er nach einer speziellen Seite.

  • Keywordstat My Account
  • Notion Log-in
  • HubSpot Account
  • Facebook login

Solche Suchanfragen führen zu Login-Seiten, Registrierungsseiten, Benutzerkonten und ähnlichen Bereichen.

Brand Plus Website Section

Wenn der Nutzer nach einer bestimmten Seite deiner Website sucht.

Zum Beispiel:

  • Keywordstat Contact
  • Keywordstat API
  • Keywordstat Blog

In diesem Fall kennt der Nutzer die Marke bereits und versucht, einen bestimmten Bereich oder eine konkrete Seite deiner Website aufzurufen.

Brand Plus Commercial Intent

Hier überschneiden sich navigationale und kommerzielle Suchintention.

  • Keywordstat Cost
  • Ahrefs Plans
  • HubSpot Free

Der Nutzer kennt das Produkt bereits, informiert sich jedoch gleichzeitig über Nutzungsbedingungen oder bereitet einen Kauf vor.

Du könntest denken, dass Navigation-Keywords und Brand-Keywords dasselbe bedeuten. Ganz so einfach ist es jedoch nicht.

Schauen wir uns den Unterschied genauer an.

Ein Brand-Keyword ist jede Suchanfrage, die den Namen eines Unternehmens, Produkts oder einer Marke enthält.

Beispiele:

  • Nike store
  • Apple reviews
  • Ahrefs alternatives
  • Tesla stock
  • Keywordstat review

In all diesen Fällen wird zwar eine Marke erwähnt, das Ziel kann jedoch völlig unterschiedlich sein. Der Nutzer möchte beispielsweise Informationen erhalten, verschiedene Lösungen vergleichen, Bewertungen lesen oder ein Produkt kaufen.

Navigation-Keywords unterscheiden sich davon, weil der Nutzer ein ganz konkretes Ziel erreichen möchte.

Facebook login. Der Nutzer möchte direkt zur Login-Seite gelangen.

YouTube Studio. Er benötigt eine bestimmte Seite, auf der er seine YouTube-Statistiken einsehen kann.

Keywordstat pricing. Er möchte direkt zur Preisübersicht und nicht zu einem Review, in dem Preise lediglich erwähnt werden.

Der Nutzer weiß bereits genau, welche Seite er öffnen möchte. Deshalb liefert die Suchmaschine genau diese Seite.

Warum ist das wichtig?

Weil nicht jedes Brand-Keyword automatisch ein Navigation-Keyword ist.

Die Suchanfrage Apple reviews enthält beispielsweise zwar einen Markennamen, der Nutzer möchte jedoch nicht zur Apple-Website gelangen. Wahrscheinlich möchte er unabhängige Bewertungen lesen – und bevorzugt dafür eher eine externe Website als die offizielle Produktseite.

Deshalb kannst du dir folgende Regel merken.

Ein Brand-Keyword beantwortet die Frage: Wird der Markenname in der Suchanfrage erwähnt?

Ein Navigation-Keyword beantwortet dagegen die Frage: Versucht der Nutzer, zu einer ganz bestimmten Seite oder einem konkreten Bereich einer Website zu gelangen?

Deshalb ist es für Analysten äußerst wichtig, diese Keyword-Typen getrennt voneinander zu verfolgen.

Die Bedeutung von Navigation-Keywords für SEO

Nun kommen wir zum interessantesten Teil. Warum können Navigation-Keywords eine so wichtige Rolle für den Markenaufbau und die Stabilität des organischen Traffics spielen?

Der Nutzer sucht bereits gezielt nach dem Unternehmen, kennt die Marke und hat sich im Grunde bereits für sie entschieden. Das bedeutet, dass ein großer Teil der Marketingarbeit bereits erledigt wurde. Die Marke hat bereits einen Top-of-Mind-Status erreicht, und der Nutzer sucht lediglich nach einer bestimmten Seite.

Hier können wir logisch weiterdenken: Wenn wir beispielsweise keine Seite für unsere Marke plus login haben, können Wettbewerber oder Affiliate-Websites diese Suchanfrage nutzen und unseren Traffic abfangen.

Ich habe in einem Unternehmen aus der iGaming-Branche gearbeitet, in dem wir Brand Protection betrieben haben. Viele Wettbewerber erstellten Websites für scheinbar unauffällige Suchanfragen wie unser Markenname plus login, registration, bonus, promo und ähnliche Begriffe.

Auf der offiziellen Website der Marke existierten solche Seiten nicht, wodurch das Unternehmen diese Suchanfragen verlor.

Meine wichtigste Strategie bestand deshalb darin, die Marke für genau diese Suchanfragen zu schützen. Zunächst erstellten wir diese Seiten auf unserer eigenen Website. Anschließend bauten wir zusätzliche Satelliten-Websites auf, mit denen wir diesen Traffic auffangen konnten, anstatt ihn an Wettbewerber zu verlieren.

Deshalb ist dies ein äußerst wichtiger Bestandteil des Markenschutzes und der Sicherung deines rechtmäßigen Traffics.

Was solltest du tun, wenn Wettbewerber für deine Brand-Suchanfragen ranken?

Wie bereits erwähnt, gehören selbst Brand-Suchanfragen nicht automatisch dir. Suchergebnisse funktionieren etwas anders.

Nutzer suchen nach einer bestimmten Marke, gleichzeitig können jedoch Anzeigen von Wettbewerbern, Vergleichsseiten, Bewertungsportale, Trustpilot-Seiten, andere Review-Plattformen und Artikel mit Alternativen neben deiner offiziellen Website erscheinen.

Das kann bei verschiedenen Suchanfragen passieren. Dadurch gelangt der Nutzer möglicherweise zuerst zu einem Wettbewerber, noch bevor er deine Website besucht.

Wie schützt man Navigation-Keywords?

Viele Unternehmen glauben, dass Navigation-Keywords eine garantierte Traffic-Quelle darstellen. Der Nutzer kennt die Marke, und Google oder andere Suchmaschinen zeigen automatisch die offizielle Website des Unternehmens an. Deshalb gehen viele Website-Betreiber davon aus, dass niemand um diesen Traffic konkurrieren kann.

In der Praxis stimmt das jedoch überhaupt nicht. Wettbewerber können versuchen, deinen Traffic über Werbung, Vergleichsportale, Bewertungsseiten und ähnliche Kanäle abzufangen.

Beispielsweise können Suchanfragen wie brand reviews, brand pricing, brand alternatives oder brand vs competitor dazu führen, dass externe Websites höher ranken als deine offiziellen Seiten.

Deshalb endet die Arbeit mit navigationaler Nachfrage nicht bei der Markenbekanntheit.

So viel Suchfläche wie möglich besetzen

Optimiere deine Startseite, erstelle zusätzliche Bereiche auf deiner Website und lege Unternehmensprofile an, damit Nutzer bei Brand-Suchanfragen möglichst viele Ergebnisse sehen, die von dir kontrolliert werden.

Dazu können Trustpilot, YouTube, Bewertungsplattformen und ähnliche Seiten gehören.

Mit Reputationsplattformen arbeiten

Profile auf Bewertungsportalen, Verzeichnissen und Branchenplattformen ranken häufig für Brand-Suchanfragen. Deshalb ist es besser, diese Informationen selbst zu verwalten, anstatt sie völlig unbeaufsichtigt zu lassen.

Registriere dich daher auf allen wichtigen Plattformen und arbeite aktiv an deinem ORM.

ORM steht für Online Reputation Management. Darunter versteht man den Prozess der Steuerung der Unternehmensreputation im Internet.

Vergleichsseiten erstellen

Wenn Nutzer beispielsweise nach Keywordstat vs Ahrefs oder Keywordstat alternatives suchen, kannst du eigene Vergleichsseiten veröffentlichen und so die Informationslandschaft rund um deine Marke aktiv mitgestalten.

Werbekampagnen

Du kannst Brand-Kampagnen in der Werbung einsetzen. Werbung auf deine eigene Marke hilft zusätzlich dabei, den oberen Bereich der Suchergebnisse zu schützen und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer zu Wettbewerbern wechseln.

Was hilft dabei, Brand-Suchanfragen zu schützen?

Werbung auf deine eigene Marke.

Viele Unternehmen betrachten das als unnötige Zusatzkosten. Tatsächlich ermöglichen Brand-Kampagnen jedoch, zusätzlichen Platz in den Suchergebnissen einzunehmen. Du kannst gleichzeitig organisch auf Platz eins ranken und zusätzlich die oberste Anzeigenposition belegen.

Kontrolliere außerdem die Suchergebnisse für reputationsbezogene Suchanfragen wie brand reviews, brand review, brand scam oder brand problems. Überlege dir, welche Suchanfragen in deiner Branche auftreten können.

Erstelle Seiten für häufig gesuchte Brand-Anfragen.

Nutzer suchen sehr häufig nach pricing, plans, login, contacts, reviews oder affiliate program. Erstelle deshalb eigenständige hochwertige Seiten, die diese Suchintention vollständig erfüllen. So können Google und andere Suchmaschinen Nutzer direkt auf die passende Landingpage schicken, anstatt Informationen auf verschiedenen Seiten deiner Website zusammensuchen zu müssen.

Arbeite kontinuierlich an deiner Markenbekanntheit.

Je häufiger Nutzer direkt nach deinem Unternehmen suchen, desto stärker wird deine Brand-Nachfrage. Dadurch wirst du deutlich unabhängiger vom Wettbewerb bei allgemeinen Keywords.

Außerdem bewertet Google das Vorhandensein von Brand-Traffic grundsätzlich positiv. Dadurch kannst du auch für andere stark umkämpfte Suchanfragen besser ranken, weil Google erkennt, dass dein Unternehmen nicht ausschließlich von SEO lebt. Du besitzt eine starke Marke, Nutzer gelangen über Brand-Suchanfragen, Werbung und weitere Traffic-Quellen zu dir. Deshalb fällt es Google leichter, dir organischen Traffic zu geben, anstatt dich als Website zu betrachten, die ausschließlich Suchanfragen abgreift und nur von SEO lebt.

Probleme mit Navigation-Traffic

Einer der häufigsten Fehler in der SEO-Analyse besteht darin, den gesamten organischen Traffic als Ganzes zu bewerten und Brand- sowie Non-Brand-Suchanfragen nicht voneinander zu trennen. Dadurch erhältst du leicht ein verzerrtes Bild.

Der organische Traffic kann stabil wirken oder sogar wachsen, obwohl die tatsächliche Situation völlig anders aussieht.

Dein Non-Brand-Traffic kann zurückgehen, weil die Website nach Google-Updates informationelle Suchanfragen verliert. Gleichzeitig entwickelt sich deine Marke weiter, Werbekampagnen werden gestartet und Medienerwähnungen nehmen zu. Dadurch entsteht der Eindruck, dass deine SEO-Leistung unverändert gut ist.

Der organische Traffic kann also stabil erscheinen oder sogar wachsen, während die Realität anders aussieht. Dein Non-Brand-Traffic sinkt, doch die steigende Nachfrage nach deiner Marke verdeckt diesen Rückgang. Um genau zu verstehen, wie sich organische Klicks je nach Suchintention entwickeln, solltest du dein gesamtes Traffic-Potenzial analysieren und deine Basis-CTR sorgfältig beobachten.

Wie trennt man Branded Traffic und Non-Branded Traffic in der Google Search Console?

Wenn du die SEO-Performance analysieren möchtest, solltest du Brand- und Non-Brand-Suchanfragen immer getrennt betrachten.

Wie funktioniert das in der Google Search Console?

Schritt 1. Den Bericht „Search Results“ öffnen.

Öffne in der Google Search Console den Bereich “Performance → Search Results”. Dort siehst du alle Suchanfragen, über die Nutzer von Google auf deine Website gelangt sind.

Google Search Console

Schritt 2. Einen Brand-Filter erstellen.

Klicke auf “New” und wähle im Filter “Query”.

Anschließend wählst du die Bedingung “Query does not contain” und gibst den Markennamen zusammen mit den wichtigsten Schreibvarianten ein.

In meinem Fall wären das:

  • KeywordStat
  • Keyword Stat
  • Keyword-Stat

Schritt 3. Die Performance des Non-Branded-Traffics analysieren.

Nachdem der Filter angewendet wurde, siehst du ausschließlich Suchanfragen, die nicht direkt mit deiner Marke verbunden sind. Dieses Segment zeigt deshalb am besten deine tatsächliche SEO-Performance.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Qualität deiner Inhalte;
  • die Sichtbarkeit deiner Website innerhalb der Nische;
  • die Auswirkungen von Google-Updates auf deine Website;
  • die Wettbewerbsfähigkeit deiner Seiten.

Schritt 4. Beide Segmente vergleichen.

Für eine vollständige Analyse solltest du zwei getrennte Berichte erstellen:

  • Branded Traffic;
  • Non-Branded Traffic.

Steigt der gesamte Traffic, während der Branded Traffic zurückgeht, kann das auf Probleme hinweisen, die durch die wachsende Markenbekanntheit verdeckt werden.

Umgekehrt zeigt ein Wachstum des Non-Branded-Traffics häufig, dass SEO neue Nutzer gewinnt, die dein Unternehmen bisher noch nicht kannten, und somit eine zusätzliche Wachstumsquelle erschließt.

Technische Optimierung für Navigation-Traffic

Wenn ein Nutzer bereits eine navigationale Suchanfrage ausgeführt hat, ist seine Aufgabe denkbar einfach: Er möchte die gewünschte Landingpage erreichen. Je weniger Schritte dafür nötig sind, desto besser ist seine User Experience.

Deshalb ist es bei Navigation-Keywords nicht nur wichtig, in den Suchergebnissen weit oben zu ranken, sondern auch die Suchergebnisse selbst möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Wie lässt sich das erreichen?

Bei starken Marken zeigt Google häufig zusätzliche Links zu den wichtigsten Bereichen einer Website an. Das geschieht automatisch. Deine Aufgabe besteht darin, die Autorität innerhalb deiner Website so zu verteilen, dass Google diese Seiten problemlos erkennt.

Wie funktioniert das?

Öffne in der Google Search Console den Bereich “Links”. Dort findest du unter “Internal Links” den Abschnitt “Top Linked Pages”. Hier werden die wichtigsten Seiten deiner Website zusammen mit der Anzahl interner Links angezeigt.

Über “More” kannst du den vollständigen Bericht öffnen. Dort siehst du alle URLs einschließlich der gesamten Linkanzahl und detaillierter Statistiken.

Diesen Bericht kannst du bequem nach Google Sheets, Excel oder CSV exportieren.

Eine klare Website-Architektur erstellen

Damit Google SiteLinks generieren kann, benötigt deine Website eine logische Struktur mit klaren Bereichen, verständlicher Navigation, sauberer interner Verlinkung und eindeutigen Seitentiteln.

Dadurch versteht die Suchmaschine den Aufbau deiner Website wesentlich besser, und die Wahrscheinlichkeit für erweiterte Suchergebnisse steigt deutlich.

Strukturierte Daten verwenden

Schema.org-Markup hilft Suchmaschinen, KI-Assistenten und LLM-Systemen dabei, den Inhalt deiner Seiten besser zu verstehen.

Du kannst beispielsweise folgende Typen verwenden:

  • Organization
  • Website
  • BreadcrumbList
  • FAQ
  • Product

Strukturierte Daten garantieren zwar keine Rich Results, sie helfen Suchsystemen jedoch dabei, den Inhalt deiner Website präziser zu interpretieren.

Seit 2026 hat sich die Rolle strukturierter Daten deutlich verändert. Früher wurden sie hauptsächlich eingesetzt, um attraktivere Such-Snippets zu erzeugen.

Im Mai 2026 stellte Google die Unterstützung von FAQ Rich Snippets für die meisten Websites offiziell ein, weil viele Betreiber diese Funktion missbrauchten.

Für KI-Systeme bleiben strukturierte Daten jedoch weiterhin eine äußerst wichtige Sprache.

Deshalb bleibt Schema.org für jede Website unverzichtbar. Im Zeitalter von GEO (Generative Engine Optimization) erfüllt es lediglich neue Aufgaben.

Für Suchmaschinen dienen strukturierte Daten als strukturierte Informationsquelle. Neuronale Netzwerke lesen heute nicht einfach nur Text, sondern suchen gezielt nach klar definierten Entitäten und ihren Beziehungen. Markups wie Organization oder Product liefern diesen KI-Systemen fertige Informationen im JSON-LD-Format.

Schutz vor KI-Halluzinationen

Ohne strukturierte Daten können Suchmaschinen beispielsweise einen Produktpreis mit einem Rabatt verwechseln oder den Autor eines Artikels mit einer darin erwähnten Person.

Strukturierte Daten sorgen deshalb für eine deutlich präzisere Interpretation.

Google Merchant Center für E-Commerce

Produkt-Markup beeinflusst außerdem die Aufnahme in kostenlose Produktfeeds von Google Shopping, die von KI-Systemen ebenfalls aktiv für Produktvergleiche genutzt werden.

Fazit

Wie du siehst, sind Navigation-Keywords weit mehr als einfache Suchanfragen nach einem Markennamen.

Sie zeigen, wie gut deine Zielgruppe dein Unternehmen kennt, wie stark deine Markenbekanntheit ist und wonach Nutzer auf deiner Website tatsächlich suchen, weil sie gezielt eine bestimmte Landingpage aufrufen möchten.

Für SEO übernehmen solche Suchanfragen mehrere Aufgaben. Sie sorgen für stabile organische Traffic-Quellen, die deutlich weniger von Google-Updates abhängig sind. Gleichzeitig können sie Probleme im Non-Branded-Traffic verdecken und dadurch das Gesamtbild der SEO-Performance verfälschen.

Deshalb solltest du bei der Analyse organischen Traffics Brand- und Non-Brand-Suchanfragen immer getrennt betrachten. Außerdem solltest du berücksichtigen, dass reale Suchintentionen sich nicht immer eindeutig einer einzigen Intent-Kategorie zuordnen lassen.

Navigationale Suchanfragen liegen genau an der Schnittstelle zwischen Branding, SEO und Nutzerverhalten. Je besser du diesen Zusammenhang verstehst, desto präziser kannst du Daten interpretieren und Entscheidungen auf Basis von Fakten statt persönlicher Eindrücke treffen.

Wenn du also mit Semantik arbeitest, Suchnachfrage analysierst und eine Content-Strategie entwickelst, solltest du Navigation-Keywords immer separat behandeln.

Sie helfen dir nicht nur zu verstehen, wonach Nutzer suchen und wie bekannt deine Marke ist, sondern auch, welche konkreten Seiten deiner Website sie aufrufen möchten.

Nutze diese Suchanfragen deshalb richtig.

Das war’s von meiner Seite. Vielen Dank, dass du diesen Artikel gelesen hast. Teile ihn mit deinen Freunden, wenn er für sie nützlich sein könnte, und lies auch die anderen Artikel auf dieser Website.

Maxim Pavlov
Maxim Pavlov
Co-founder & Product
Maxim Pavlov ist SEO-Spezialist und Product Marketer mit langjähriger Erfahrung in SEO und digitalem Marketing. Er verantwortet die Produktvision, SEO-Prozesse, das Marketing und das Wachstum von KeywordStat.
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